Partnerschaften im Dekanat

Dekanatspartnerschaft mit Finintugu, Papua Neuguinea

 

Bildrechte beim Autor


Die Partnerschaft zwischen den Dekanaten Naila und Finintugu im Kainantu-District (Bild rechts, roter Pfeil), entwickelte sich um das Jahr 1970. Finintugu ist ein Gebiet von der Größe des Landkreises Hof, abgeschlossen von der Küstenebene durch Urwald und durch bis zu 3000 Meter hohe Bergketten. Dieser Landstrich wurde erstmals 1926 vom Neuendettelsauer Missionar Leonhard Flierl betreten. Zehn Jahre später wandten sich dort die ersten Menschen dem Evangelium zu. Heute bekennen sich von den etwa 30 000 Bewohnern des Finintugu-Gebietes rund zwei Drittel zum christlichen Glauben.

Dekan Andreas Maar besucht die Partnergemeinde in Finintugu

 

Bildrechte beim Autor

Hier können Sie seinen  besonderen Bericht in aller Ruhe lesen:

PDF icon Bericht aus Finintugu 2016.pdf (41.48 KB)

 

Besuch des Headbischofs aus Papua-Neuguinea Jack Urame Anfang November 2017 

 

Bildrechte beim Autor

 

Bildrechte beim Autor

 

 

Briefe aus Finintugu

 

 

 

 

  und

 

 


Mantari Etaso aus Finintugu besucht das Dekanat Naila

 

 

 

 

 

,  Partnerschaftskreis für Finintugu, Neuguinea,
über den Besuch von Mantari Etaso vom 28.4. - 7.5.2010  
 

 

 

Bildrechte beim Autor

Mantari Etaso, Missionspfarrer A. Krauter, Ehepaar Schmidt

 

 

 

Bildrechte beim Autor

Mantari Etaso am Grab Martin Luthers in der Schlosskirche zu Wittenberg

Partnerschaftsvereinbarung

Für unsere PARTNERSCHAFT haben wir am Ende des Besuches folgende Vereinbarungen getroffen:

wir beten füreinander
wir informieren einander per E-mail über Peter Prockl + Kopie nach MEW und PNG (Partnerschaftsbeauftragter)
wir unterstützen folgende Projekte:

1. Artists-Projekt: junge Männer ohne Arbeitsstelle sollen künstlerisch tätig werden, T-shirts bedrucken, etc. um diese Produkte zu verkaufen und dadurch ein kleines Einkommen zu haben.

2. Schulgeld für bedürftige Kinder, insbesondere von Pfarrern und Evangelisten

3. Penisionierte Pfarrer unterstützen.

4. Seminargebühren für junge Leute in derAusbildung zum Pfarrer oder Evangelisten

Wenn also zukünftig Spenden für Finintugu nach Neuendettelsau überwiesen werden, dann kann man einen dieser vier Verwendungszwecke nennen.


Partnerschaftskreis für Finintugu

Beim Dekanatsmissionsfest 2008 wurde der Anstoss zu einem Partnerschaftkreis gegeben. Ihm gehören aus der Kirchengemeinde Issigau Frau Spengler-Jannsen und aus der Kirchengemeinde Bad Steben das Ehepaar Schmidt an. Aufgabe des Partnerschaftskreises ist es, die Verbindung zu Finintugu zu pflegen, die Arbeit der dortigen Gemeinden kennenzulernen, eventuell finanziellel Unterstützung durch Kollekten zu ermöglichen und die Partnerschaft mit Finintugu in den Gemeinden des Dekanatsbezirkes Naila mit Leben zu erfüllen.

 

Bildrechte beim Autor


Die lutherische Kirche in Papua-Neuguinea

 

Bildrechte beim Autor


Die Evangelical Lutheran Church of Papua New Guinea (ELC-PNG) ist die größte der zwei lutherischen Kirchen Papua-Neuguineas. Sie hat etwa eine Million Mitglieder und ist damit nach der katholischen Kirche die größte Kirche des Landes.

Die Saat für die Gründung der heutigen unabhängigen Kirche wurde vom Neuendettelsauer Missionswerk (heute Mission Eine Welt) gelegt. Am 12. Juli 1886 betrat der erste bayrische Missionar Johannes Flierl in Finschhafen den Boden Neuguineas.

Heute ist christlicher Glaube in Papua-Neuguinea tief verwurzelt. Die lutherische Mission in Papua-Neuguinea feierte am 29. Juli 2006 ihr 120-jähriges Bestehen.

Die evangelisch-lutherische Kirche Papua-Neuguineas, die 1956 gegründet worden war, wurde 1976, kurz nach der Unabhängigkeit Papua-Neuguineas von Australien im Jahr 1975, selbständig und schloss sich im gleichen Jahr dem LWB (Lutherische Weltbund) an.

Im Hochland existiert eine weitere lutherische Kirche, die Gutnius Lutherische Kirche mit rund 138.000 Mitgliedern. Sie gehört seit 1979 zum LWB.


Der Lutherische Weltbund (LWB) ist eine Gemeinschaft lutherischer Kirchen weltweit. 1947 in Lund (Schweden) gegründet, zählt er inzwischen 136 Mitgliedskirchen, denen rund 62,3 Millionen der weltweit knapp 66 Millionen Lutheranern in 76 Ländern angehören.

Christian Keyßer



Lichtenberg - Kidia

Die Gemeinde dort liegt an den Hängen des Kilimandjaro verstreut, es ist eine dörflich ländliche Gemeinschaft, die nächste Stadt (Moshi) ist ca 10 km entfernt. Der Kirchenbesuch ist (für unsere Verhältnisse) überwältigend: am Sonntag ist die Kirche voll. Es gibt 3 Kirchenchöre/Musikgruppen, eine sehr aktive Frauengruppe mit 58 Frauen, die die etwa 100  Waisenkinder im Ort unterstützt. Dazu mehrere Bibelgruppen, einen Kindergottesdienst mit mehreren hundert Kindern.

Pfr. S. Welsch aus Lichtenberg:

"Die Partnerschaft zwischen den Gemeinden besteht seit 1931. Begonnen hat alles mit 2 alten Stahlglocken, die Missionar Bruno Gutmann nach Kidia brachte.
Wie lebendig die Partnerschaft war, ob es Kontakte gab, entzieht sich meiner Kenntnis.
Die Partnerschaft bekam neuen Schwung mit Pfr. Markus Broska, der unserer Partnergemeinde 1990 seinen ersten Besuch abstattete und somit persönliche Kontakte knüpfte. Einige Brüder und Schwestern aus Kidia waren 1991 und 1997 in Lichtenberg. Das gab der Partnerschaft zusätzlichen Schub. Es gibt einen regen Schriftwechsel zwischen mehreren Gemeindemitgliedern, so dass stets die wichtigsten Nachrichten ausgetauscht werden. Am 2. Advent läuten in Kidia und in Lichtenberg gleichzeitig die Glocken, als sichtbares und hörbares Zeichen der Verbundenheit.

Natürlich gab und gibt es auch finanzielle Unterstützung. Mit Geldern aus der Kathrin und Andreas Stiftung wurde vor allem eine Klinik aufgebaut. Weiter wurden bzw. werden unterstützt: ein Montessori Kindergarten, die Schule (in kirchlicher Hand), der Ausbau der neuen Kirche sowie die Nähklasse. Hier erlernen junge Mädchen das Schneiderhandwerk und können so ihren Lebensunterhalt verdienen.

Meinen 'Antrittsbesuch' machte ich im August 2006. Somit lernte ich die Gemeinde kennen und sah auch die Projekte, die von uns unterstützt wurden und werden. Ein großes Problem stellt nach meiner Einschätzung AIDS dar. Über 100 Kinder haben ihre Eltern dadurch verloren - und das bei einer Gemeindegröße von 2000 Seelen.
Vor allem eine Gruppe von Frauen versucht dieses Problem zu bekämpfen. Doch viele Versuche aufzuklären schlagen fehl. Es gibt aber auch ganz  konkrete Hilfe für die Waisenkinder. So versucht die Frauengruppe durch verschiedene Tätigkeiten ( so kochen sie bei verschiedenen Anlässen) Geld zu sammeln, um diesen Kindern das Schulgeld bezahlen zu können. In der Unterstützung dieser Gruppe wird wohl ein neuer Schwerpunkt liegen."
Pfr. S. Welsch.

Bilder vom Besuch einer Lichtenberger Gemeindegruppe in Kidia im Jahre 2007

 

Bildrechte beim Autor


Die Lichtenberger Reisegruppe: Chrissi Flach, Dr. Helmuth Mauer, Anne-Lore Mauer, Peter Mauer und Pfr. Siegried Welsch.

Bildrechte beim Autor
Bildrechte beim Autor